Alpiner Kaviar – vielleicht die neue Trendspeise?

KaviarNach wie vor gilt Kaviar in jeder Form als wahrer Luxus. Ganz egal, ob es sich nun um wirklich echten und für die meisten unbezahlbaren Kaviar handelt oder aber auch nur um Lachskaviar. Üblicherweise stammt Kaviar aus fischreichen Gegenden in Russland oder auch Skandinavien. Dass jedoch ein Schweizer Produzent sich mit der Herstellung der begehrten Fischeier rühmt, ist eine Neuheit. In der Nähe von Bern nun aber Wirklichkeit.

Auf 800 Metern Seehöhe befindet sich in der Berglandschaft der Berner Umgebung nicht nur die erste alpine Kaviarzucht, sondern darüber hinaus auch noch ein Gourmet Restaurant, wo die Leckerbissen gleich verkostet werden können.

Die Voraussetzungen für eine Kaviarzucht in der alpinen Region schuf der Lötschberg-Basistunnel. Denn aus der Röhre strömen sekündlich mehrere Hundert Liter Wasser mit einer Temperatur von 18 bis 22 Grad. Dieses Wasser kann aus Umweltschutzgründen jedoch nicht abgeleitet werden, da die Laichplätze der Forellen ansonsten zerstört würden. Für Störe hat das Wasser jedoch die ideale Temperatur.

Angeregt vom Tunnelbau-Chefingenieur Peter Hufschmied und unterstützt von der Supermarktkette Coop und den Berner Kraftwerken BKW wurde der Grundstein für ein besonderes Projekt gelegt. Insgesamt sind die 40 Becken für 60.000 Störe ausgelegt. Die 45 Tonnen Filet, die dadurch jährliche produziert werden, sollen nicht nur im Gourmet-Restaurant verzehrt werden können, sondern auch in den Coop-Filialen erhältlich sein.