Aus der Traum vom Luxus-Emirat?

DubaiMan hätte fast annehmen können, dass der unglaubliche Boom des kleinen Wüstenemirats Dubai nie enden wolle. Das höchste Gebäude der Welt – das luxuriöseste Hotel der Welt – eine Skihalle mitten in der Wüste – riesige Einkaufstempel – vor der Küste aufgeschüttete Palmeninseln und viele wietere Attraktionen haben die Welt lange genug in Atem gehalten und in Staunen versetzt.

Mit den Aufsehen erregenden Bauvorhaben ging auch ein rasanter Anstieg der Touristenzahlen ins Land. Diese und die wachsende Wirtschaft holten wiederum Geschäftsleute ins Land, die hier das Eldorado gefunden zu haben glaubten.

Doch nun scheint der Traum ausgeträumt. Bauarbeiten werden eingestellt, ganze Projekte gecancelt. Ausländer verlassen in Scharen das Land, da es nicht erlaubt ist, sich ohne Arbeit im Emirat aufzuhalten. Doch das Land ist verschuldet. So hat Dubai im Namen von Dubai World, dem Unternehmen, das sich für den Bau der Palmeninseln und der Inseln in Form einer Weltkarte verantwortlich zeichnet, um Zahlungsaufschub gebeten. Insgesamt ist das Unternehmen mit rund 60 Mrd. Dollar verschuldet. Die Staatsschulden des kleinen Landes betragen sogar noch einmal rund 20 Mrd. Dollar mehr.

Es scheint, als wäre das Konzept nicht aufgegangen. Um langfristig kostendeckend sein zu können, müssten rund 10 Mio. Touristen jährlich ins Land kommen. Doch bisher wurden nur rund 5 Mio. Touristen in den über 25.000 Hotelbetten gebettet.

Doch Dubai wäre nicht Dubai, wenn es diese Krise nicht überstehen könnte. Die Zukunft wird zeigen, ob das Land, das schon so viel scheinbar aus dem Nichts geschaffen hat sich wieder aufrappeln kann.

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